Sesimbra - ein malerischer Fischerort ca. 30 km südlich von Lissabon
Das ehemalige Fischerdorf hat sich stark vergrößert (8000 Einwohner) und lebt heute vorwiegend vom Tourismus, insbesondere von Naherholungssuchenden aus dem Raum Lissabon. Nur noch in Hinterhöfen und Garagen sieht man Männer, die ihre Fischernetze flicken, aber wenn sie mit ihren bunten Booten an so manchen Tagen hinausfahren, bringen sie immer noch einen beachtlichen Fang mit nach Hause. Heute hat sich Sesimbra zum Zentrum der Sportfischerei und des Hochseeangelns entwickelt. Schwertfische kommen zu bestimmten Zeiten regelmäßig vor diesen Küstenabschnitt. Die Bucht eignet sich auch gut zum Schnorcheln.
Der Fischerhafen liegt im Westen des Städtchens und der im Sommer schnell überfüllte Strand im Osten. Parallel zum schmalen Sandstreifen verläuft die Straße, hinter der Sesimbra am steilen Hang aufsteigt. Über dem Ort thront eine maurische Burg aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, die unter dem Erdbeben im Jahr 1755 stark gelitten hat. Über die Gründung des „Castelo“ weiß man nicht viel, nur dass es 1165 durch König Afonso Henriques von den Mauren zurückerobert wurde. Nachdem es verwüstet worden war, baute man es im Jahre 1200 wieder auf. Innerhalb der Burgmauern entwickelte sich ein Dorf, das aber für die wachsende Bevölkerung schnell zu klein wurde, so dass man ans Meer auswich. Lohnend ist der Besuch des Kastells, zu dem auch ein christlicher Friedhof gehört, wegen des schönen Blicks über die Bucht von Sesimbra. Am ersten Wochenende im September feiert man hier oben das Honigfest.
Quelle: Portugal Handbuch von Marita Korst (Reise Know-How, Edgar-Hoff-Verlag)
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